next Generation of Medienkonsumenten

und wie mit Wissen Verantwortung steigt.

Wer sich einmal den Film „Reefer Madness“ angeschaut hat wird ein Verständniss für Propaganda aufbauen können, selbst wenn er vorher damit nur totalitäre Systeme assoziieren konnte. Es gibt sehr wohl schon seit fast 100 Jahren einen systematischen Einsatz von planvoll stilisierter Medienpräsenz (e.g. creel commission), die im Sinne von Propaganda versucht Meinungen zu prägen, indem Inhaltliches einem Druck ausgesetzt wird. Es wird nicht gelogen, und auch die Aussenwahrnehmung dieser Manipulationsmedien wird durch den Mainstream meist wohlwollend aufgenommen und ins positive verklärt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. So steht in Wikipedia zu oben genanntem Film „…handelt es sich bei „Reefer Madness“ lediglich um den fehlgeleiteten Versuch eines Aufklärungsfilms.“. Man könnte sich mit dieser Erklärung zufrieden geben, wenn man keinen tieferen Sinn dahinter erkennen würde, und bei „Reefer Madness“ hatte nicht nur die Kirche als erster Sponsor dieses Films Bedürfnisse Aufmerksamkeit zu lenken. Unabhängig wieviel tiefergehend die Gedanken um dieses Werk gingen, so lohnt es sich doch immer als aufklärende Instanz (z.B. die Kirche oder die Regierung) einen Feind zu stilisieren, um sich als liebenswürdiger Hilfesteller aus der Schusslinie öffentlicher Kritiken zu entrücken oder sogar ganz gelenkt den Meinungsschwung mitzunehmen um eine gewisse favorisierte Überzeugung für eine anderweitige, aber mit der Propaganda verbundene, Kampagne auszunutzen.
(Sparlampen sind wahrscheinlich nur deswegen als Pflicht akzeptiert worden, weil das Monster des Klimawandels unseren Geist um Erderwärmung  und CO2 so gefangen hält, das wir es uns intellektuell gar nicht leisten können über diesen Tellerrand hinauszuschauen.. Es bedarf sehr viel Arbeit überhaupt ein einziges sachkundiges Urteil zu diesem Komplex abzugeben. Aber vorsorglich (angeblich) Energie sparen, warum sollte man dagegen sein.)
Das man solche Werke wohlwollend aufnehmen möchte ist auch verständlich, da eine Anfeindung einen tiefen Graben hin zu den etablierten Meinungen zieht und einen so als Aussenseiter abgrenzt, was wenig Verständniss bekommt, wenn man seine Position nicht deutlich ausargumentieren kann. Selbst wenn man sich dafür erklären kann, bleibt die eigene Überzeugungsarbeit meistens kläglich, denn Propaganda hat ihren Sinn darin ganz geschickt Druck (durch genau definierte Techniken) auszuüben, mit kaum oder sogar keiner Lüge. Es sind gezielte Sticheleien bzw. Elemente die eine wahre Grundlage besitzen (wie z.B. die Lachanfälle im obigen Film, die aber deutlich einem herzlichen Lachen eines Kiffers gegenüberstehen als krankes Lachen eines vermeintlich geistesgestörten) aber dann systematisch überdreht werden, um ein Argument für die Richtlinie des Machwerks zu liefern.
Wenn man um die Wirkung von Cannabis auf den menschlichen Geist und Organismus weiß, dann wird man Reefer Madness höchstens lustig finden, aber dennoch gibt es durch solcherlei Propaganda tiefe Einschnitte in der öffentlichen Meinung, die auf den Phantasien der damaligen Konstrukteure solcher Macherke beruhen und damit ganz klar den Kurs der Machtpole begleiten, die solche Werke ausnutzen oder sogar selbst initiiert haben. Angela Merkel würde sich diesen Film anschauen und wahrscheinlich bei den meisten Szenen Zustimmung erteilen und ihn als Argumentationspunkt für die immer noch anhaltende Prohibitionspolitik  der Bundesregierung sehen.

Ich glaube das sich seit damals nichts an der Motivation zur Produktion solcher Machwerke geändert hat. Die Technik und die Ausarbeitung für Propaganda sind unendlich viel besser und ausgefeilter geworden, sodas wir heutzutage die Propaganda aus den 30ern wahrscheinlich zum größten Teil mit einem kleinen lachenden Ausschrei abtun, aber manche Menschen tun dies auch mit der heutigen Propaganda, die natürlich so gewählt wird, das wir wieder an der gleichen Schwelle stehen und uns fragen müssen ob das denn so stimmt oder nicht, aber wenn wir keine bessere Argumentation zeitnah erarbeitet bekommen, sind wir von dem ersten Eindruck meistens schon so überzeugt, das eine Gegenlenkung im Nachhinein unendlich viel schwerer ist, und mehr als eine Masse von Menschen, die einmal ausgerichtet, wie Magneten, eine Meinung gefressen hat, wird nicht benötigt. Bis in der Öffentlichkeit die Aufklärungsarbeit durch interessierte und motivierte Bürger geleistet wurde um die erste Besetzung des Themas durch die Propaganda zu lüften, ist der Apparat meistens schon zu fortgeschritten geschaltet, als das die Konsequenzen aus der öffentlichen Meinung mal eben rückgängig gemacht werden könnten.
Das gerade noch aktuelle Beispiel mit Dieter Nuhr, der sich selbst aus der Vergangenheit parodiert (bzgl. Acta) zeigt schön, wie Menschen aufgrund einer fehlenden Erfahrungsgrundlage eine vorgegebene Meinung besetzen. Das ist natürlich angenehm, und Systemkonformität wird mit Zustimmung der großen Machtpole belohnt, ausserdem hat man nicht den ganzen Stress sich eine eigene Meinung zu bilden, denn das kostet wirklich viel Zeit und Konzentration, was heutzutage ein Problem vieler Menschen ist und auch konsequent ausgenutzt wird.
Themen werden besetzt und Meinungen dazu konstruiert, es herrscht Informationskrieg, seit einiger Zeit, und aus den Konsequenzen dieses Krieges, werden die gleichen Missetaten der Machtpole verübt wie zu jeder Zeit. Das heißt, Informationen bedeuten in letzter Konsequenz Leben oder Tod und deswegen ist es auch gerechtfertigt Zeit und Konzentration dafür zu investieren sich mit einem Thema auseinanderzusetzen.

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